Ober-Beerbacher Kerb

Kerbgottesdienst 23. August 2015.

Kerweborsch beim Baum aufstellen Pfarrerin, Kerweparre, und Gleckner Pfarrerin, Kerweparre, Gleckner mit 4-Finger-Joe
Starke junge Männer und Frauen beim Baumaufstellen Parre un seun Gleckner un Parresen bei der Predigt Pfarrerteam mit 4-Finger-Joe, der für die Tontechnik sorgt.
Pfarrerin, Kerweparre, mit Posaunenchor Pfarrerin, Kerweparre, mit Posaunenchor
Zum Kerbkaffe zur Kirchengemeinde Das Team an der Theke

In der Predigt zur Kerb 2015 ging es um Strassen, Wege und den 23. Psalm. Wir Ober-Beerbacher wissen, dass wir der Mittelpunkt der Welt sind. Von hier aus gehen die Strassen nach Neutsch, Steigerts, Stettbach, Nieder-Beerbach und dem Ober-Beerbacher Parkplatz, Seeheim. Nur nach Schmal-Beerbach kommt man momentan nur auf Umwegen, die Strasse wird komplett neu gebaut - der Unterbau war nichts mehr. Ohne guten Unterbau wird eine Strasse früher oder später ein Sanierungsfall.

Der Unterbau der alten L 3098 war nicht besonders dick. Ein paar Zentimeter Schotter auf der Erde, eine Schicht Teer, auf die man dann später nochmal eine draufpackte.

Die neue L 3098 ist da schon anders aufgebaut: Auf zwei Schichten festgewalzte Erde kommen zwei Schichten Schotter, darauf zwei Schichten Zement, und dann noch einmal zwei Schichten Asphalt. Insgesamt misst diese "Decke" rund einen Meter.

Auch unser Lebensweg braucht einen guten Unterbau. Die Schichten seines Unterbaues haben Namen: Taufe, Konfirmation, Abendmahl, um nur einige zu nennen.

Jeder Autofahrer weiss: So gut kann keine Strasse gemacht sein, als dass sie ganz ohne Pflege und Reparatur auskommt. Auch unser Lebensweg will gepflegt und unterhalten sein. Hier kommt Jesus ins Spiel. Er hört den Menschen zu und hilft, den Lebenweg zu prüfen, zu reparieren.

Momentan stehen am Abzweig nach Seeheim zwei Schilder. "Sackgasse". Auch hier hilft Jesus. Wenn wir auf unserem Lebensweg in eine Sackgasse geraten sind, hilft er umzukehren. Das hat einen eigenen Namen: "Buße". Und dann gilt auch das, was im 23. Psalm gesagt ist. "Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen".

An vielen Strassen stehen auch Meilensteine. Auf ihnen steht, wie weit man gekommen ist. Einen solchen Meilenstein gab es auch im Kerbgottesdienst zu feiern: Pfarrerin Giesecke beging ihr 25. Ordinationsjubiläum. Kirchenvorstand und Gemeinde gratulieren dazu ganz herzlich und wünschen weiterhin Gottes Segen für Pfarrerin Giesecke.

Kerbgottesdienst 19. August 2013.

Pfarrerin, Kerweparre, mit Posaunenchor
Predigt zur Kerb

Im August wird in Owern-Beerwisch Kerb gefeiert. Der Termin richtet sich nach dem Tag des Heiligen Laurentius, dem 10. August. Am folgenden Wochenende wird in Seeheim die Kerb gefeiert. Und am nächsten Wochenende steht Ober-Beerbach Kopf! Die Internetseite der Kerweborsch gibt darüber Aufschluß. (Siehe externer Link am Seitenende).
Am Kerb-Sonntag wird auf dem Festplatz zum Kerb-Gottesdienst um 10 Uhr eingeladen. Seit 2004 stehen "Kerwe-Parre" und "Parresen" zusammen auf der Bühne und halten ihre Predigt gemeinsam.

Am Nachmittag, nach dem Kerbumzug (so gegen 14 Uhr) läd die Kirchengemeinde zu Kaffee und Kuchen ins Gemeindehaus ein.
Die Kollekte und Erlös der Kuchentafel am Kerb-Sonntag ist für den Aufenthalt der Bruckberger Männergruppe bestimmt.

Kerbgottesdienst 2012: Ober-Beerbach 350 Jahr hessisch.

In der Kerb-Predigt unterhielten sich Pfarrerin, Kerweparre un seun Gleckner über ein lange zurückliegendes Ereignis.
1662, also vor 350 Jahren wurde Ober-Beerbach ganz hessisch. Die Landgrafen von Hessen besassen schon vorher einen Anteil an Ober-Beerbach, der Rest gehörte den Herren von Franckenstein.
Die Herren von Franckenstein waren katholisch, der Landgraf von Hessen hingegen evangelisch. Dementsprechend oft gab es Ärger um die Kirche, die Besetzung von Pfarrstellen und vieles andere mehr.

1541 wies Philipp, der Großmütige die Franckensteiner an, für ihre Orte (das waren neben Ober-Beerbach Nieder-Beerbach, Schmal-Beerbach, Eberstadt, Allertshofen, und Stettbach mit Wallhausen) evangelische Pfarrer anzustellen. Was diese auch widerwillig taten. Allerdings ging Ober-Beerbach bei der Neubesetzung leer aus. Vielmehr sollte der Pfarrer von Nieder-Beerbach "...dye Pfarre von Ober-Beerbach ein zeitlang mitzuversehen" erlaubt werden. Provisorien sind langlebig, und so blieb dabei bis 1824.

Aber was haben 350 Jahre "Besitzerwechsel" und Konfirmation miteinander zu tun? Vordergründig nichts, tiefer geschaut sehr viel! Philipp der Großmütige, der in Ober- Beerbach die Reformation einführte ist auch der Erfinder der Konfirmation. Er erkannte, daß die Menschen, um ihren Glauben richtig leben zu können, sie auch das nötige Wissen dazu brauchen. Dazu begann er in seinem ganzen Land Schulen zu errichten, und er gründete die Universität von Marburg, die erste evangelische Universität überhaupt.

Und an dieser Stelle kommen nun die derzeitigen Konfirmanden ins Spiel, die sich im Gottesdienst der Gemeinde vorstellten. Die Erfahrungen von Kerweparre und Gleckner mit ihrer Konfrimandenzeit (die noch nicht so lange zurückliegt) lassen sich kurz zusammenfassen: Schön war es - aber auch anstrengend.

Kerbgottesdienst 2011: Trepp auf, Trepp ab...

Treppen - in jedem Haus gibt es welche, und auch an der Kerb kommt man nicht um ihre Benutzung herum. Sei es, um zum Tanzen auf die Bühne zu kommen, oder um Platz für neues Bier zu schaffen.

Um eine ganz besondere Treppe bzw. Leiter ging es auch in der Predigt: Jakobs Traum von der "Himmelsleiter", 1. Mose 28, 10-22. Die Kernaussage ist eigentlich ganz einfach: Gott ist uns immer nah, und in Christus so nahe gekommen, wie nur irgend möglich.

Den gut besuchten Gottesdienst hat der Posaunenchor musikalisch umrahmt, und nach einem kurzen Regen-Zwischenspiel am Nachmittag kamen wieder viele Gäste zum Kerb-Kaffee.

Kerbgottesdienst 2010: Laurentius und der Kirchenschatz

Laurentius, nach dessen Todestag (10. August) sich der Kerbtermin in Ober-Beerbach und Seeheim richtet, spielte auch eine Rolle in der Predigt im Kerbgottesdienst am 22. August 2010.

Laurentius war im 3. Jahrhundert Diakon und Schatzmeister der Kirche in Rom. Die römischen Kaiser waren es gewöhnt, als Gott angebetet und verehrt zu werden. Die Christen weigerten sich jedoch, sie beteten nur einen an: Gott! Der Kaiser war wütend, und er ließ den Papst und alle Christen, denen er habhaft werden konnte hinrichten.

Von Laurentius verlangte er binnen drei Tagen die Ablieferung des Kirchenschatzes. Laurentius nahm das Geld, und verteilte es unter die Christen. Am dritten Tage nahm Laurentius alle Armen, Kranken und Behinderten und zog mit ihnen zum Kaiser. Als der Kaiser nach dem Schatz der Kirche fragte, sagte er: "Das ist der Schatz der Kirche" und zeigte auf die Menschen, die er mitgebracht hatte.

Der Kaiser Kaiser ließ daraufhin Laurentius auf einen Grillrost festbinden und unter dem Grillrost Feuer anzünden.
Laurentius ist der Schutzheilige der Verwalter, Rechner (also Menschen, für das Geld anderer verantwortlich sind) aber auch der Bäcker, Köche, Wäscher (Menschen, die mit Feuer und Hitze arbeiten)

Kerbgottesdienst 2009: Jeder kann ein Schatz sein

Jeder kann ein Schatz sein, ganz egal wieviele Stellen die Zahl vor dem Euro-Zeichen hat. Die Bruckberger sind genauso Schatz der Kirche, wie die Köchinnen, die das Frühstück und Mittagessen für sie kochen. Ebenso die Bäckerinnen und Bäcker, die für die Kuchentafel am Nachmittag leckere Kuchen gebacken haben. Genauso diejenigen, die bei der Kuchentafel verkaufen oder dafür sorgen, dass immer genügend Kaffee und sauberes Geschirr vorhanden ist. Und selbstverständlich alle, die ins Gemeindehaus kommen, um sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken.

All diese Schätze brachten einen Schatz von 520,80 Euro zusammen. Die Kollekte im Gottesdienst ergab 160,30 Euro, und bei der Kuchentafel kamen 360, 50 Euro zusammen.
Dafür danken wir allen Schätzen.

08 06 16