Frauenfrühstück

Etwa drei bis viermal im Jahr laden Angelika Kleinsorge und Christa Panitz-Scobie zum Frauenfrühstück ein.
Frauen im Alter von 4 bis 84 Jahren genießen das stärkende Frühstück und eine bunte Themenvielfalt.

Bisherige Themen:

"Tolle Textilien in der Kirche" (16. September 2013)

Beim Frauenfrühstück am 16. September berichtete Marie-Luise Frey-Jansen, Künstlerin und Leiterin der Textilwerkstatt am Elisabethenstift von ihrer Arbeit. Sie brachte Lichtbilder und Arbeiten aus der Werkstatt mit.

Die Besucher des Gottesdienstes kennen vor allem die Textilien an Altar und Kanzel. "Paramente", textiler Kirchenschmuck, ist der Oberbegriff. Wird das textile Kunstwerk etwa vor Altar und Kanzel aufgehängt, wird es " Antependium" genannt (lateinisch "ante"="vor", "pendere"="hängen"= "Vorhang").

Die Textilwerkstatt am Elisabethenstift fertigt auch Altartücher, Stolen und andere textile Kunstwerke an. Gezeigt wurde auch ein Mobile für die Regionalverwaltung Starkenburg-Ost. In Klöppeltechnik mit Drähten und Kordel wurde das Thema "Vernetzung" und "Bewegung" umgesetzt.

Frau Marie-Luise Frey-Jansen erläuterte den Entstehungsprozess. Die Werkstatt sucht den Dialog mit dem Auftraggeber und erschließt den Raum mit seiner besonderen Atmosphäre. Zu berücksichtigen sind die Farbgebung, die Form des Altares, die Geschichte der Gemeinde und manches mehr.

Das Kirchenjahr ist bunt! Ein ganzer Satz von Paramenten ist nötig.

Es beginnt am 1. Advent, mit der Farbe Violett, die bis Weihnachten verwendet wird. Dann wieder in den sieben Wochen vor Ostern, an Buß- und Bettag. Violett ist die Farbe der Buße, der Umkehr, der Vorbereitung.
Weiß ist die Farbe der Freude - sie kommt zu Weihnachten, Epiphanias-Zeit, Ostern und Ewigkeits-Sonntag zum Einsatz.
Rot - wie das Feuer, wie das Blut. Diese Farbe gilt dem Heiligen Geist, wie er an Pfingsten, Konfirmation und Kirchweih spürbar wird.
Schwarz erinnert an den Kreuzestod Jesu an Karfreitag.
Grün steht für das Wachstum, die aufgehende Saat. Grün wird in der Vorfasten- und Triniatiszeit gezeigt.

Die Textilwerkstatt arbeitet mit vielen Künstlern zusammen. So vielfältig die Farben und Motive sein können, so vielfältig können auch die Herstellungs- Verfahren sein, z.B. Filzen oder das Applizieren von Goldplättchen oder Gaze, dazu verschiedene Stick-Techniken, etwa der aufwendige  "Nonnenstich". Mehrere hundert Stunden können vergehen, bis ein textiles Kunstwerk vollendet ist!

Besucherinnen beim Frauenfrühstück am 16.09.2013 Antependium mit Labyrinth und Liturgischen Farben Detailansicht
Besucherinnen am 16. September 2013 Antependium mit vier liturgischen Farben, Motiv Labyrinth von Chartres Detailansicht, Nonnenstich

"Komm lieber Mai!" (25. März 2013)

Eigentlich gehört nun hier noch ein Bild von einer Maiwiese hin... . Aber da der März 2013 keinerlei Anstrengungen in Sachen Frühling macht, er zu den sechs kältesten März-Monaten seit 1881 gehört, zudem eine eine kurzfristige Absage ein neues Thema erforderlich machte, war dieses auch schnell gefunden: Dem Wunsch nach wärmeren Temperaturen entsprechend drehte sich bei Frauenfrühstück alles um den Monat Mai.

Von WEM der Monat Mai seinen Namen hat, ist nicht ganz sicher. Am ehesten wohl von Maia, (="Mütterchen") in der griechischen Götterwelt eine Tochter des Atlas und Mutter des Hermes.

Der Begriff des "Wonnemonats" kommt aus dem Mittelhochdeutschen und hat die Bedeutung "Weidemonat", denn im Mai darf das Vieh das erste Mal aus dem Stall - und tobt sich springend erst mal aus.

Im Mai wird vielerorts der Maibaum aufgestellt, den Tanz in den Mai gibt es auch vielerorts. Der Mai ist der beste Monat für Spargel. In vielen Gedichten und Liedern wird der Mai besungen

Stilecht gab es zum Abschluß des Frauenfrühstücks noch Maibowle.

Patientenverfügung - Frauenfrühstück am 4. Juli 2011

Besucherinnen beim Frauenfrühstück am 04.07.2011 Gastgeberinnen am 04.07.2011
Besucherinnen am 4. Juli 2011 Christa Panitz-Scobie, Yvonne Albe und Angelika Kleinsorge

Patientenverfügung - ein anpsruchsvolles Thema!

Angesichts des steigenden Einsatzes der Intensiv- und Apparatemedizin im Gesundheitswesen haben Sie sich vielleicht schon die Frage gestellt, wie Sie im letzten Lebensabschnitt, bei dauerhafter Bewusstlosigkeit oder im Endstadium einer Demenz medizinisch versorgt werden möchten.
Eine Patientenverfügung sorgt dafür, dass Ihre Selbstbestimmung nicht in dem Moment aufhört, in dem Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen.

Über das Thema "Patientenverfügung" wurde in der letzten Zeit öfters in den Medien berichtet. Grund ist, dass die Patientenverfügung jetzt auch gesetzlich geregelt wurde, und z. B. Ärzte die dort getroffenen Regelungen auch beachten müssen.

Yvonne Albe gab Hinweise, was bei einer Patientenverfügung zu beachten ist, aber auch darüber hinausgehende Tips rund um Vollmachten, Verfügungen und Vorsorge für den Fall des Falles.

Yvonne Albe arbeitet als Sozialpädagogin und Hospizhelferin mit umfangreichen Erfahrungen in der Alten- und Behindertenarbeit. Sie wohnt mit ihrer Familie auf dem Steigerts.

Geschichte eines "Besatzungkindes" - Frauenfrühstück am 27. September 2010

Frauenfrühstück vom 27.09.2010 Frauenfrühstück vom 27.09.2000
Viele interessierte Frauen Susanna Martinez und Angelika Kleinsorge

"Geschichte eines Besatzungkindes"

Die Geschichte eines "Besatzungskindes" hatte Susanna Martinez aus Mannheim mit nach Ober-Beerbach gebracht - ihre eigene Lebensgeschichte!

Sehr anschaulich erzählte Frau Martinez ihre Geschichte und die ihrer Eltern: Eine junge "Kriegerwitwe", deren Ehemann in Hitlers Rußland-Feldzug starb und ein junger "GI" lernen sich im Mai 1945 in Mannheim kennen.
Schnell wird daraus Liebe. Und die junge Frau wird schwanger. Dann, vier Monate später wird der Vater des Kindes mit seiner Einheit aus Mannheim abgezogen. Lange dauerte es, bis Vater, Mutter und Kind wieder zusammen kommen konnten.

Frau Martinez ist nicht das einzige "Besatzungskind", oder "Ami-Bankert", wie Kinder von US-Soldaten abschätzig genannt wurden. Die Suche nach dem Vater war und ist schwierig. Deutsche wie US-Behörden sind äusserst zugeknöpft. Manche "Behördenantwort" war eher eine Beleidigung als ein amtliches Schreiben.

Die Schwierigkeiten fangen schon bei so einfachen Sachen an wie dem richtigen Namen. 1945 war den Allierten Soldaten jeder Kontakt zum "Feind" (also Deutschen) streng verboten. Um nicht entdeckt zu werden, benutzten die US-Soldaten oft falsche Namen. Erst auf dem Bahnsteig erfuhr die werdende Mutter, daß "Harry" eigentlich Immanuel hieß, sowie eine Adresse auf einem Zettel.

Frau Martinez hat bereits vielen Besatzungkindern geholfen, ihren Vater zu finden.

Mein Freund, der Baum - Frauenfrühstück Oktober 2009

Frauenfrühstück vom 27.09.2010 Frauenfrühstück vom 27.09.2000
Reger Austausch zum Thema Baum Bäume liefern auch viele Dinge für den Frühstückstisch

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